Kaltenbach-Bruch wird zum Naturschutzgebiet

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) hat eine Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet "Kaltenbach-Bruch" im Landkreis Südliche Weinstraße erlassen. Das neu ausgewiesene Naturschutzgebiet hat eine Größe von etwa 40,1 Hektar und umfasst Teile der Gemarkungen Oberhochstadt und Niederhochstadt (Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich) sowie der Gemarkungen Kleinfischlingen und Freimersheim (Verbandsgemeinde Edenkoben).

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) hat eine Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet "Kaltenbach-Bruch" im Landkreis Südliche Weinstraße erlassen. Das neu ausgewiesene Naturschutzgebiet hat eine Größe von etwa 40,1 Hektar und umfasst Teile der Gemarkungen Oberhochstadt und Niederhochstadt (Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich) sowie der Gemarkungen Kleinfischlingen und Freimersheim (Verbandsgemeinde Edenkoben).

Schutzzweck für dieses Gebiet ist die Erhaltung und Entwicklung als halboffene Sumpflandschaft mit mosaikartig verteilten standorttypischen Biotopstrukturen, wie bspw. Schilfröhricht, Weidengebüsch, Seggenrieden und Mähwiesen, sowie die natürliche Entwicklung des Kaltenbachs. Das Gebiet fungiert als Vernetzungs- und Überbrückungselement zu umliegenden Schutzgebieten sowie als wichtiges Nahrungs-, Rast-, Überwinterungs- und Durchzugsgebiet für zahlreiche Vogelarten, insbesondere den Neuntöter, Wendehals, Eisvogel, Rohrweihe, Braunkehlchen und Bekassine. Darüber hinaus ist der Kaltenbach-Bruch Standort und Lebensraum typischer, seltener und gefährdeter wild wachsender Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften. Er ist Lebensraum für an diese Biotoptypen gebundenen typischen, seltenen und gefährdeten wild lebenden Tierarten. Darüber hinaus ist das neue Naturschutzgebiet Bestandteil des Vogelschutzgebietes "Speyerer Wald, Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen".

SGD Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf betont: "Im Naturschutzgebiet "Kaltenbach-Bruch" sind alle Maßnahmen und Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Gebietes oder zu einer nachhaltigen Störung führen können und dem Schutzzweck zuwiderlaufen". Die Rechtsverordnung der SGD Süd über das Naturschutzgebiet sieht auch Ausnahmen von den Schutzbestimmungen vor. Hierzu zählt beispielsweise eine ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung der noch landwirtschaftlich genutzten Flächen und eine schutzzweckkonforme Bewirtschaftung über vertragliche Vereinbarungen. Auch eine ordnungsgemäße und auf die Schutzziele ausgerichtete forstwirtschaftliche Nutzung der Waldflächen und die Wahrnehmung des Jagdrechtes sind möglich.

Die Rechtsverordnung sowie eine Übersichtskarte über das Naturschutzgebiet "Kaltenbach-Bruch" finden Sie hier.