Präsident Hannes Kopf besucht gemeinsam mit Vertretern der Stiftung „Mehlinger Heide“ das gleichnamige Naturschutzgebiet

„Schoppern“, „Plaggen“ und „Brennen“, sind Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet „Mehlinger Heide“, über die sich der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), Prof. Dr. Hannes Kopf, bei einem Rundgang durch das Gebiet mit Vertretern des Vorstands und Kuratoriums der Stiftung „Mehlinger Heide“  informierte.

Der Vorsitzende der Stiftung, Andreas Dein, berichtete dabei Einzelheiten zur Entstehung der für Rheinland-Pfalz einmaligen Heidelandschaft und informierte über die Rolle, die die Stiftung dabei seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich wahrnimmt.

Zu den erforderlichen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen erläuterte Dein, dass den beiden Maßnahmen zur Schaffung von Rohböden, dem „Schoppern“ und „Plaggen“ besondere Bedeutung zukommt, weil damit das Heidebiotop hervorragend grundverjüngt wird. Hingegen habe sich das kontrollierte Brennen von kleinen Heideflächen hierfür in der Mehlinger Heide nicht besonders gut bewährt, es komme nur auf sehr steilen oder steinigen Standorten zum Einsatz.
Diskutiert wurden auch die Folgen, die durch den intensiven Besuch durch Naherholungssuchende entstehen können.

Der Präsident der SGD Süd, Prof. Dr. Hannes Kopf, vertritt das Land Rheinland-Pfalz im Vorstand der Stiftung Mehlinger Heide.
Die Stiftung wurde am  14. Dezember 2004 seitens der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Rheinland-Pfalz und des Landkreises Kaiserslautern gegründet, um einen Beitrag zum Erhalt des besonderen Naturschutzgebietes zu leisten. Zwischenzeitlich ist dies infolge eines starken Wachstums des Stiftungskapitals auf über 53 ha Fläche der Fall. In der Erhaltung des Gebietes sind neben der Stiftung auch die SGD Süd als Obere Naturschutzbehörde sowie der Landesbetrieb Mobilität Rheinland und Bundesforsten aktiv.

Die Mehlinger Heide im Landkreis Kaiserslautern ist eine der größten Heidelandschaften Süddeutschlands. Die im etwa 400 ha großen Naturschutz-, Fauna- Flora-Habitat- und EU-Vogelschutzgebiet vorkommende etwa 120 Hektar große Zwergstrauchheide ist ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig ein attraktives Erholungsgebiet.

Info:

Das „Plaggen“ ist die intensivste Form der Heidepflege: Mit Plaggmaschinen wird die Vegetation mit einer Humusschicht bis zum Erreichen des Mineralbodens abgetragen.

Beim „Schoppern“ wird weitgehend mineralbodenfreies Material gewonnen, da die Arbeitstiefe etwas geringer ist als beim Plaggen.