Sicherstellung der Wasserversorgung im Nordelsass und der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern: Weitere PAWENA-Maßnahme gestartet

Die Erneuerung der Trinkwasserverbindungsleitung vom elsässischen Riedseltz zum nahegelegenen Schafbusch oberhalb von Wissembourg kann losgehen. Der "Spatenstich" erfolgte jetzt an der Gemeindehalle in Riedseltz. Président Charles Graf des Syndicat Mixte (syndicat mixte de production d'eau potable de la région de Wissembourg) begrüßte die beteiligten Projektpartner.

Ziel des Gesamtprojekts ist die Sicherstellung der Wasserversorgung im Nordelsass und der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern sowie der Schutz der besonders wertvollen Biotope beiderseits der Lauter. Durch die Vernetzung der vorhandenen Trinkwassernetze können zusätzliche Brunnen vermieden und so die Natura 2000 Gebiete erhalten werden.

Die Teilnehmer lobten die Bedeutung des EU-Projekts PAWENA und die damit einhergehende Förderung und Erhaltung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Président Charles Graf umriss die Bedeutung der Versorgung der Region mit Trinkwasser und die notwendigen Vorarbeiten für die neuen PAWENA-Projekte.

Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, die als Koordinierungsstelle für Interreg-Projekte die Beteiligung verschiedener Ministerien zusammenführt, lobte die Vernetzung der Trinkwasserversorgung. Dies zeige den Bürgern die alltagsrelevanten Vorteile grenzüberschreitender Projekte.

Hermann Bohrer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, erläuterte, dass die Erneuerung der Hauptleitung ein wichtiges Projekt zur Gewährleistung der Trinkwasserversorgung in Zeiten des Klimawandels darstelle. Wasser könne damit in Notzeiten künftig auch von Neuhäusel am Rhein bis nach Bad Bergzabern geleitet werden.

Die Bürgermeisterin der Stadt Wissembourg, Sandra Fischer-Junck (Maire de la Ville de Wissembourg), setzte sich für die Erhaltung der Biodiversität sowie den Schutz der Naturschutzgebiete ein. Auch sie wird die grenzüberschreitende Arbeit gerne weiterführen - "Nous avons besoin les uns des autres - wir brauchen einander!"

Die Baumaßnahme hat ein Investitionsvolumen von 860 000,-- Euro. Bauherr ist das Syndicat Mixte, welches mit dem Neubau ein wichtiges Element des Gesamtprojekts realisiert. Das Syndicat Mixte ist ein französischer Zweckverband, der die Wasserversorgung von rund 88 000 Einwohnern im Nordelsass sicherstellt. Die neue Verbindungsleitung kann auch in Spitzenzeiten ausreichend Wasser transportieren, um den Bedarf sowohl im Nordelsass als auch in der Südpfalz zu decken.

Eine jahrzehntelange grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird hiermit weitergeführt. Die einzigartige Kooperation im trinationalen Oberrheingebiet wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG Oberrhein mit etwa zwei Millionen Euro gefördert, davon circa 430 000,-- Euro für die neue Verbindungsleitung.

Für das Syndicat Mixte reiht sich diese Maßnahme in eine umfangreiche Liste erfolgreicher Projekte ein, die durch die Europäische Union gefördert wurden.