Stadtdörfer: Stadt Ludwigshafen erhält mehr als 790 000 Euro Förderung für die Stadtdörfer Oppau und Edigheim

Nachdem Trier und Koblenz in den letzten Wochen Förderbescheide für die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des Modellvorhabens Stadtdörfer erhalten haben, können nun auch die Ludwigshafener Stadtteile Edigheim und Oppau die Projektum-setzung starten. Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Prof. Dr. Hannes Kopf, war persönlich in Vertretung für Innenminister Roger Lewentz nach Ludwigshafen gekommen, um Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck Bewilligungen für insgesamt sechs geplante Einzelmaßnahmen zu überreichen. Nun kann die Umsetzung der von der Bürgerschaft der Stadtteile entwickelten Projekte angegangen werden.

SGD-Präsident Kopf dankte im Namen von Minister Lewentz für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger: "Die Menschen vor Ort haben sich aufgemacht und Ideen und Projekte entwickelt, die zu "ihrem" Stadtdorf passen. Das Engagement ist wirklich beachtlich und die Projekte werden langfristig dafür sorgen, dass die Stadtdörfer attraktive Standorte zum Wohnen und Leben bleiben", so Präsident Kopf bei der Übergabe des Förderbescheids. "Für die Bereitschaft sich einzubringen und mitzumachen möchte ich Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und allen Bürgerinnen und Bürgern danken!"

Oppau erhält rund 300 000 Euro für die Umgestaltung und Aufwertung des Oppauer Parks sowie für eine Querungshilfe in der Horst-Schork-Straße.

Edigheim bekommt mehr als 490 000 Euro für Umgestaltung und Aufwertung mehrerer Spielplätze, die Installation von Fitnessgeräten, die generationenübergreifend nutzbar sind und für Umbaumaßnahmen an der Kreuzung Uhlandstraße / Wolfsgrubenweg / Im Zinking, die die Querung des Kreuzungsbereichs für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer machen sollen.

Mit dem Modellvorhaben Stadtdörfer werden Wege erarbeitet, auch siedlungsstrukturell getrennten und sozial eigenständigen Ortsteilen von kreisfreien Städten und großen kreisangehörigen Städten eine Förderkulisse zu eröffnen. Insgesamt kann in Rheinland-Pfalz von rund 135 Stadtdörfern mit etwa 450 000 Einwohnerinnen und Einwohnern ausgegangen werden, was etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung der kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte entspricht. Nach dem Start in Landau im Jahr 2016 wurden die drei Städte Trier, Koblenz und Ludwigshafen vor gut zwei Jahren gemeinsam in das landesweite Modellvorhaben "Stadtdörfer" aufgenommen. Als weitere Teilnehmer stießen noch die Städte Andernach, Mayen, Neustadt an der Weinstraße und Worms, die derzeit noch das Antragsverfahren beziehungsweise die Konzeptionsphase durchlaufen, dazu.