Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Jürgen Speck aus Ludwigshafen

Für sein jahrzehntelanges, engagiertes ehrenamtliches Wirken zum Wohle der Gemeinschaft hat Jürgen Speck aus Ludwigshafen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Auf Anregung des bisherigen Kirchenpräsidenten Christian Schad, hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Jürgen Speck für diese hohe Auszeichnung vorgeschlagen.

Als Anerkennung für die langjährigen verdienstvollen Tätigkeiten, unter anderem auch auf Bundesebene, hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier die Verdienstmedaille des Verdienstordens an Jürgen Speck verliehen.

Sobald es die Pandemielage zulässt, wird der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Prof. Dr. Hannes Kopf, die Medaille und Urkunde an Jürgen Speck persönlich aushändigen.

Jürgen Speck hat sein Wirken immer auf das Wohl anderer Menschen ausgerichtet. Sein Charakter ist geprägt von Nächstenliebe und dem "Da-sein" für andere Menschen. Der 84-Jährige erfüllt den Pfadfinderspruch "Jeden Tag eine gute Tat" bis heute mit Leben.

Seit der frühen Kindheit hat Speck an Veranstaltungen der christlichen Pfadfinderschaft teilgenommen und arbeitete intensiv in der Gruppenleitung und in verschiedenen Gremien mit. Von 1963 bis 1972 war er Landesmarkführer der christlichen Pfadfinderschaft Rheinland-Pfalz. Für die junge Generation hat sich der Ludwigshafener auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene engagiert wie beispielsweise im Presbyterium, im Jugendhilfeausschuss, im Stadtjugendring Ludwigshafen, in der Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend der Pfalz, beim Landesjugendring Rheinland-Pfalz und der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung hat ihn dieses ehrenamtliche Engagement motiviert, das Studium der Sozialarbeit durchzuführen. Er war als Sozialarbeiter für die Diakonie Ludwigshafen tätig und hat ehrenamtlich Kurse für Diakoniehelferinnen und
-helfer durchgeführt. Der Geehrte organisierte Kindererholungsmaßnahmen, Nachbarschaftshilfen sowie Diakonieausstellungen und Diakoniewochen.

Jürgen Speck hat das Netzwerk "Kita-Plenum" ins Leben gerufen. Mit diesem Netzwerk hat er bereits in den 80er Jahren Eltern, Vertreter der Kirchengemeinde und pädagogische Fachkräfte zum Austausch an einen Tisch geholt.

Auf Bundesebene engagierte sich der Ludwigshafener von 1974 bis 1995 als Vorsitzender der Gesamtmitarbeitervertretung und Mitglied im Vorstand der "Ständigen Konferenz" auf EKD-Ebene.

Dem Presbyterium in Ludwigshafen-Süd gehört er seit dem Jahre 1973 an. Bis Ende 2020 war er Presbyter und ist aktuell berufener Ehrenpresbyter. Er arbeitet in der Bezirkssynode mit und engagiert sich in vielen Arbeitskreisen. Seit 1982 ist er als Laienprediger der Landeskirche tätig. Von 1991 bis 2003 war er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz, davon etliche Jahre Beisitzer des Präsidiums. Speck leitet das Redaktionsteam für den Gemeindebrief "Kirchen-fenster" und ist Verantwortlicher für das Layout des Gemeindebriefes.

Er ist Verfasser einer 250-seitigen Dokumentation "55 Jahre Kirchengemeinde Ludwigshafen Süd" mit eigenen Texten und Fotos. Jürgen Speck hat sich nicht nur für die Jugendarbeit engagiert, sondern zeigte auch ein aktives Wirken für die Seniorenarbeit. So hat er die offene Seniorenarbeit in enger Zusammenarbeit mit der Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen geprägt. Er ist der Gründer der Aktion "Ferien ohne Kofferpacken". Speck hat diese Aktion initiiert und organisiert. Bei "Ferien ohne Kofferpacken" können ältere Menschen in prekären Lebenssituationen zwei Wochen lang im nahegelegenen Landschulheim in Ramsen schöne Tage verbringen. Die Seniorinnen und Senioren wurden in der Nähe ihrer Wohnung mit Bussen abgeholt und ins Landschulheim gebracht. Dort hat Speck ein Betreuungsteam und Veranstaltungsprogramme zusammengestellt.

Über seine dienstliche Tätigkeit hinaus hat er die Betreuung und Begleitung von Aussiedlern, Spätaussiedlern, Menschen aus Fluchtländern und Krisengebieten übernommen. Das ehrenamtliche Wirken von Jürgen Speck zum Wohle der Allgemeinheit war über jahrzehntelang geprägt von Durchhaltevermögen und Kontinuität.