Wirtschaftsstaatssekretärin Schmitt und SGD Süd Präsident Kopf im Dialog mit Unternehmen in Rheinhessen und der Pfalz

Gut 100 Unternehmen aus Rheinhessen und der Pfalz waren zum Informationsaustausch mit Fachleuten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) nach Neustadt an der Weinstraße gekommen.

SGD Süd Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf freute sich besonders, dass in diesem Jahr die Staatssekretärin des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, Daniela Schmitt, als Hauptrednerin einen thematischen Schwerpunkt setzte.Weiterer Gastredner war Christoph Trinemeier, der Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar.

Gerade entlang der Rheinschiene sei im Süden des Landes besonders viel Gewerbe und Industrie angesiedelt, weshalb die SGD Süd mit der Wirtschaft im Dialog stehen müsse, so Kopf. "Verwaltungsleistungen auf hohem Niveau setzen dauerhaften und konstruktiven Austausch voraus", so der Behördenchef weiter. Die Veranstaltungsreihe "Wirtschaft und Verwaltung: Mit der SGD Süd im Dialog - Firmenvertreter treffen Fachleute der SGD Süd" sei deshalb seit Jahren etabliert und werde besonders von mittelständischen Unternehmen gut angenommen. Beratung, Dialog und Information würden seine Fachleute darüber hinaus täglich leisten. "Für die SGD Süd, die besonders im Umweltbereich tätig ist und auch Bündelungsfunktion wahrnimmt, ist dies Grundvoraussetzung und gut investierte Zeit, um tragfähige und rechtssichere Entscheidungen treffen zu können", stellte Kopf fest.

"Rheinland-Pfalz ist das Land des Mittelstands", sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Die Unterstützung der mittelständischen Unternehmen sei ein wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik. Schmitt kritisierte interventionistische Tendenzen in der Politik. "Wir möchten Rahmenbedingungen setzen, unter denen sich unsere Unternehmen optimal entfalten können. Das bedeutet: Wir sind technologieoffen. Wir vetrauen darauf, dass sich die beste Idee am Markt durchsetzt. Und wir möchten alle Branchen gleichermaßen unterstützen", sagte Schmitt.

Schmitt führte in diesem Zusammenhang die Investitionen in die Infrastruktur an. "Wir haben bei den Verkehrsinvestitionen eine Wende eingeleitet und die Mittel deutlich ausgeweitet. Mehr Investitionen in die Infrastruktur zahlen sich gleich doppelt für den Wirtschaftsstandort aus: Die Investitionsausgaben stützen die Baukonjunktur, die Infrastruktur stärkt den Wirtschaftsstandort insgesamt", so Schmitt. Unternehmen seien auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. "Wir möchten, dass sich die Unternehmen in Rheinland-Pfalz weiter wohl fühlen, weiter hier investieren, weiter hier Arbeitsplätze schaffen", sagte die Staatssekretärin.

Christoph Trinemeier vom Verband Region Rhein-Neckar stellte die kurz vor dem Abschluss stehende "Regionale Gewerbeflächenstudie Rhein-Neckar" vor und legte dabei den Schwerpunkt auf Ziele und Ergebnisse der Studie, die den rheinland-pfäl-zischen Teil der Metropolregion betreffen.

In drei Referaten beleuchteten Mitarbeiter der SGD Süd besonders aktuelle Themenfelder und diskutierten diese mit den Teilnehmern:

  • Im Zwiespalt zwischen Wohnbebauung und der Sicherung von Gewerbestandorten kann die SGD Süd im Aufgabenbereich "Immissionsschutz" durch ihre Mitwirkung in der Bauleitplanung der Kommunen schon im Vorfeld darauf hinwirken, dass ein verträgliches Nebeneinander beachtet oder ermöglicht wird.
  • Klimawandel, Starkregen und Hitzephasen mit ihren Auswirkungen beschäftigen die SGD Süd zunehmend. Zur Bewältigung der neuen Gegebenheiten benötigen die Unternehmen Anpassungsstrategien, etwa zur Sicherstellung der Wasserversorgung und für Rückkühlmöglichkeiten aber auch zur Hochwasservorsorge.
  • Aus Sicht der Landesentwicklung wurde die Entwicklung der Gewerbeflächen in den Regionalen Raumordnungsplänen beleuchtet.