Präsident Seimetz ehrt ehemalige Ingelheimerin Irmgard Lankau

Neustadt/Ingelheim/Bingen – Für ehrenamtliches Engagement zur Förderung der Gemeinschaft hat Irmgard Lankau die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. Durch den Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Prof. Dr. Hans-Jürgen Seimetz, wurde ihr die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ausgestellte Urkunde sowie die zugehörige Medaille am Donnerstag in Neustadt überreicht.

„Sie haben sich in langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit besondere Verdienste um die Gesellschaft erworben“, würdigte Seimetz die 80-jährige ehemalige Ingelheimerin, die erst vor wenigen Tagen nach Bingen gezogen ist, zu Beginn seiner Laudatio.

Lankau ist gemeinsam mit weiteren 73 Ehrenamtlichen überkonfessionell und unentgeltlich in der Hospizgruppe Ingelheim aktiv.

Vor mehr als 15 Jahren hat sie sich zur Sterbe- und später auch zur Trauerbegleiterin ausbilden lassen und ist seither zu allen Tages- und Nachtzeiten als Sterbebegleitung und Sitzwache aktiv.

Gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen begleitet sie in Ingelheim und Umgebung Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige sowie die trauernden Freunde.

Darüber hinaus widmet sich Lankau mit großer Hingabe dem Trauercafé OASE, ist aktuell Beisitzerin des Vereins, kümmert sich aber auch um Buchführung und Lagerhaltung, organisiert Veranstaltungen und hält selbst Vorträge – beispielsweise über Sinn und Nutzen von Patientenverfügungen.

Bis zu 500 Einzelfallberatungen im Jahr führt Lankau zu diesem Thema zusätzlich durch, wobei sie jede Beratung individuell vorbereiten muss. Bei Beteiligung von Familienangehörigen erhöht sich die anderthalbstündige Beratungszeit dabei oft um ein Vielfaches.

„Ihr engagiertes Wirken ist beeindruckend und Ihre Ehrung ein berechtigter Beitrag zur Anerkennungskultur des Landes Rheinland-Pfalz. Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich zu dieser hohen Auszeichnung“, sagte Seimetz.