SGD Süd genehmigt Ammoniakstrippungsanlage für die Klärschlammtrocknung in Pirmasens

Neustadt an der Weinstraße/Pirmasens - Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Strippanlage für die Entfernung von Ammoniakstickstoff aus den Brüdenwässern der Klärschlammtrocknungsanlage in Pirmasens genehmigt.

Brüdenwasser ist das Wasser, das entsteht, wenn wasserdampfgesättigte Luft, die beim Trocknen von Klärschlamm entsteht, durch Abkühlung kondensiert wird.

Die Anlage soll mit den erforderlichen Lagertanks in einer Stahlhalle errichtet werden. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung schließt auch die baurechtliche Genehmigung gemäß der Landesbauordnung sowie die wasserrechtliche Genehmigung ein.

Die Klärschlammtrocknungsanlage ist seit Dezember 2016 außer Betrieb. Zu hohe Stickstoffwerte im Abwasser führten zu Problemen beim Kläranlagenbetrieb sowie zu Geruchsbeschwerden bezüglich der Kanalisation. Ein weiterer Probebetrieb der Anlage konnte somit nicht mehr zugelassen werden.

Die vorgesehene Abwasserbehandlungsanlage soll nun dieser Problematik entgegenwirken. Der Betrieb der Anlage kann erst nach Erstellung und Betriebsbereitschaft der Abwasserbehandlungsanlage wieder aufgenommen werden.