SGD Süd genehmigt Anschluss des US-Klinikums Weilerbach an die Kläranlage Kaiserslautern

Neustadt an der Weinstraße/Kaiserslautern - Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd hat der Stadtentwässerung Kaiserslautern die Genehmigung für den abwassertechnischen Anschluss des US-Klinikums Weilerbach an die Kläranlage der Stadt Kaiserslautern erteilt.

Aufgrund der vorhandenen freien Kapazitäten der Kläranlage Kaiserslautern ohne zusätzliche bauliche Investitionen und dem hohen Stand der Klärtechnik mit weitgehender Stickstoff- und Phosphorelimination, ist der Anschluss des US-Klinikums an die Kanalisation der Stadt Kaiserslautern eine sichere, wasserwirtschaftlich als auch wirtschaftlich sinnvolle Lösung.

Das im US-Klinikum Weilerbach anfallende Schmutzwasser wird über ein betriebseigenes Pumpwerk und zwei Druckleitungen bis zu einem Übergangpunkt auf dem städtischen Gelände der ehemaligen US-Liegenschaft "Class III" gepumpt. Die Trasse der Druckleitung verläuft in einem Forstwirtschaftsweg entlang der L 369. Zum Schutz des angrenzenden Wasserschutzgebietes werden die Druckleitungen doppelwandig, das heißt mit Außen- und Innenrohr ausgeführt. Für das Pumpwerk und den Trassenabschnitt bis zum Übergangspunkt wurde den US-Streitkräften eine gesonderte wasserrechtliche Genehmigung erteilt.

Vom Übergabepunkt aus läuft das Schmutzwasser in freiem Gefälle durch einen Kanal bis zur geplanten Pumpstation "Class III". Von hier wird es dann über eine Druckleitung über den vorhandenen Abwasserkanal der Jakob-Pfeifer-Straße gepumpt. In diesem Bereich verläuft die Trasse in großen Teilen in einem ausgebauten Forstwirtschaftsweg, der das landespflegerisch bedeutungsvolle und sensible Naturschutzgebiet "Östliche Pfälzer Moorniederung" durchquert. Seitens der SGD Süd wurden daher besondere Anforderungen an die Bauausführung gestellt.

Die Pumpstation "Class III" wird in das Störmelde- und Fernwirksystem der Stadtentwässerung Kaiserslautern integriert. Zusätzlich wird die Station mit einem automatischen Probenehmer ausgestattet, der es ermöglicht zu jeder Zeit kontinuierlich Proben aus dem Abwasser des US-Klinikums zu entnehmen und zu analysieren. So ist jederzeit eine rasche Reaktion auf eventuelle Störfälle sichergestellt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,65 Millionen Euro brutto. Mit der Maßnahme soll im Spätsommer 2018 begonnen werden. Eine Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für 2019 geplant.