Bauablauf

Gesamtablauf
Bei der Herstellung der Hochwasserrückhaltung Bodenheim/ Laubenheim werden die folgende wesentlichen Punkte beachtet:
Der Hochwasserschutz und die Ableitung von Oberflächenwasser wird zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
In Querungsbereichen Gräben/ Deiche, einschließlich Leitgraben und Eichelsbach, kann der Deich erst dann errichtet werden, wenn die entsprechenden Siele und Durchlässe fertig gestellt sind.
Der Verkehr auf der B 9 und der L 413 wird aufrecht erhalten.
Das bestehende Schöpfwerk kann erst dann stillgelegt und rückgebaut werden, wenn das neue Schöpfwerk Bodenheim fertig gestellt und in Betrieb genommen worden ist.
Baumaterialien (vor allem für den Deichbau) können auf der Straße über die B 9 und die L 413 zur Baustelle gebracht werden. Die Baustelle wird deshalb zweckmäßigerweise von Süden (zukünftiges Gewerbegebiet Bodenheim) erschlossen. Werden Baumaterialien auf der Wasserstraße angeliefert, ist in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim ein bauzeitlicher Anleger im Bereich des Ein- und Auslassbauwerks anzuordnen.
Für Baustelleneinrichtungsflächen stehen die zukünftige Deichtrasse sowie im Bereich des Ein- und Auslassbauwerks der Straßendamm (zwischen Ableitung und zukünftigem Bauwerk) sowie weitere Flächen am neuen Schöpfwerk Bodenheim sowie im nördlichen Polderbereich zur Verfügung.

Deiche
Mit der Errichtung der Deiche kann an mehreren Stellen gleichzeitig begonnen werden.
Der Bauablauf beinhaltet folgende Haupttätigkeiten:

  1. Vorbereitende Maßnahmen (z.B. freimachen des Baufeldes, Herstellung der Siele und Durchlässe)
  2. Herstellung der Dichtwand
  3. Aufbau des Deiches
  4. Restarbeiten (z.B. Betriebs- und Wirtschaftswege)

Ein- und Auslassbauwerk
Zur Herstellung des Ein- und Auslassbauwerks muss der vorhandene Straßen- und Hochwasserschutzdamm vorübergehend unterbrochen werden. Während der Bauzeit wird der Verkehr mittels provisorischer Fahrbahnen durch die Polderfläche geleitet. Die Herstellung des Ein- und Auslassbauwerks kann somit innerhalb einer Bauphase in einem Stück und ohne Beeinträchtigung durch den Straßenverkehr erfolgen. Ein Fußgänger- und Radfahrerverkehr respektive Betriebsverkehr auf dem Leinpfad ist im Bereich des Ein- und Auslassbauwerks während der Bauzeit nur eingeschränkt und zeitweise möglich.
Der Bauablauf kann vereinfacht wie folgt dargestellt werden:

  1. Vorbereitende Maßnahmen (z.B. Herstellung des provisorischen Straßendamms)
  2. Umlegung des Verkehrs (B9) auf die provisorische Fahrbahn
  3. Herstellung einer rheinseitigen Hochwasserschutzanlage (z.B. Fangedamm)
  4. Abtragen des Rheinhauptdeiches, Herstellen des Bauwerks und Wiederherstellung der B9
  5. Umlegung des Verkehrs (B9) in die alte Trasse
  6. Restarbeiten (z.B. Rückbau der provisorischen Fahrbahn)