Der Polder dient durch seine Wasserrückhaltung dem Hochwasserschutz insbesondere am Mittelrhein. Bei auflaufenden Hochwässern des Rheins können entsprechend dem Planfeststellungsbeschluss ab einem 5-jährlichen bzw. müssen ab einem 20-jährlichen Hochwasserereignis die Rückhaltevolumen des Polders aktiviert werden, wodurch auf einer Gesamtfläche von 162,2 ha bis zu 4,454 Mio. Kubikmeter Wasser zwischengespeichert werden. Hieraus resultiert unterhalb des Polders eine Wasserspiegelabsenkung und Abflussverzögerung des Rheins. Die Flutung des Polders kann durch das Absenken der Fischbauchklappen des Einlaufbauwerkes zeitlich gesteuert werden. Das aktivierbare Rückhaltevolumen hängt vom Wasserstand des Rheines ab, das oben genannte maximale Volumen ist für den Auslegungsfall 200-jährliches Hochwasser ermittelt worden.


Die Flutung wird durch die Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz in Mainz der SGD Süd des Bundeslandes Rheinland Pfalz veranlasst, der Flutungszeitpunkt wird in Abhängigkeit der aktuellen Rheinwasserstände festgelegt.