Leitwarte

Alles unter Kontrolle

Kopf des Polders


Alle Bauwerke und Anlagen des insgesamt circa 162 Hektar
großen Polders Ingelheim werden - in diesem Fall springt eine Pumpe an und leitet Wasser in den Polderraum ab - zentral über die hier errichtete Leitwarte am alten Wasserwerk "Badweg" gesteuert und überwacht. In der Leitwarte befindet sich ein Steuerstand, der die vollständige Kontrolle der Hochwasserschutzeinrichtung ermöglicht. Hier werden alle Betriebszustände der Anlagen des Polders protokolliert und visualisiert. Zudem besteht hier die Möglichkeit zur Lagerung von Gerätschaften und Betriebsmitteln. Ein eigener Schutzbrunnen schützt die Gebäude der Leitwarte und des benachbarten Wasserwerks vor dem Einfluss steigenden Grundwassers.

Sicher ist sicher

Die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der verschiedenen Anlagen des Polders unter allen denkbaren Hochwasserszenarien wurde bei Planung und Bau des Polders in besonderer Weise berücksichtigt. Um die Stromversorgung des Polders Ingelheim unabhängig über mehrere Leitungen zu gewährleisten wurden eine Trafostation am Schöpfwerk (circa 500 m nördlich der Leitwarte) mit einer Leistung von 80 Kilovoltampere und eine Stromeinspeisung in Frei-Weinheim mit 65 Kilovoltampere eingerichtet. Darüber hinaus wurde eine weitere Einspeisestelle (6 Kilovoltampere) für die Schutzpumpe am IKA-See (südlich der Autobahntrasse) hergestellt. Eine zusätzliche Sicherheit wurde durch die Einrichtung mehrerer Einspeisestellen für mobile Notstromaggregate hergestellt, die bei Stromausfall zum Einsatz kommen.