Die SGD Süd ist derzeit auch aktiver Teilnehmer der von Europol koordinierten, globalen Schwerpunktaktion "Custos Viridis", bei der Umwelt- und Abfallkriminalität in mehr als 70 teilnehmenden Ländern im Fokus stehen.
Bei dieser Schwerpunktaktion fanden weltweit bereits 1 048 Inspektionen statt, bei denen 337 Personen festgenommen wurden. Dabei wurden 127 149 Tonnen Abfall, 602 Tonnen Umweltgifte (davon 398 Tonnen F-Gase), 75 Tonnen Pflanzenschutzmittel, 2,3 Tonnen Quecksilber und zehn Millionen Euro Bargeld sichergestellt.
Der Präsident der SGD Süd Prof. Dr. Hannes Kopf betont: “Die Reduktion von F-Gas-Emissionen ist ein zentraler Baustein des Klimaschutzes. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden - und gleichzeitig Betriebe dabei zu unterstützen, klimafreundliche Alternativen einzusetzen.”
Warum F-Gase so problematisch sind:
Fluorierte Treibhausgase besitzen ein Treibhauspotenzial, das je nach Stoff bis zu mehrere tausend Mal höher ist als das von CO2. Sie kommen vor allem in Kälte- und Klimaanlagen, Wärmepumpen, Schäumen, Aerosolen und Löschmitteln zum Einsatz. Schon geringe Leckagen können erhebliche Klimaschäden verursachen.
Die ChemKlimaschutzV verpflichtet Betreiber, Unternehmen und Fachbetriebe zu strengen Vorgaben - darunter:
Dichtheitskontrollen in regelmäßigen Intervallen
Zertifizierungspflichten für Personal und Betriebe
Dokumentations- und Meldepflichten
Rückgewinnung und sachgerechte Entsorgung beim Austausch oder Stilllegen von Anlagen
SGD Süd als Umweltbehörde im südlichen Rheinland-Pfalz setzt auf konsequente Kontrollen und Aufklärung:
Die SGD Süd führt jährlich zahlreiche Überprüfungen bei Unternehmen, Handwerksbetrieben und Betreibern von Kälte- und Klimaanlagen durch. Dabei stehen sowohl die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben als auch die Beratung im Vordergrund.
Zu den aktuellen Maßnahmen gehören:
Stichprobenkontrollen bei Anlagenbetreibern
Überprüfung von Zertifikaten für Fachpersonal
Beratung von Betrieben
Beitrag zum nationalen Klimaschutzziel:
Deutschland hat sich verpflichtet, die Emissionen fluorierter Treibhausgase bis 2030 deutlich zu reduzieren. Die konsequente Umsetzung der ChemKlimaschutzV durch Behörden wie die SGD Süd ist ein entscheidender Hebel, um diese Ziele zu erreichen.
"Jede vermiedene Tonne F-Gas ist ein direkter Gewinn für das Klima", so Präsident Hannes Kopf. "Wir setzen auf Kontrolle, Kooperation und klare Kommunikation."

