Lärm und Erschütterung

Lärm und Erschütterungen können nicht nur eine erhebliche Belästigung darstellen, sondern je nach Intenstät und Dauer sogar zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung des Menschen führen. Gerade in der Nähe von Industrie- oder Gewerbeanlagen können Belästigungen durch Lärm oder auch Erschütterungen auftreten.


Die Abteilung Gewerbeaufsicht kann hier durch Messungen die Einhaltung der Richtwerte für Geräusche in der Nachbarschaft, aber auch am Arbeitsplatz sicherstellen.


Bereits bei der Planung und Aufstellung von Bebauungsplänen und den nachfolgenden Genehmigungsverfahren von Gewerbe- und Industriebetrieben wird die Abteilung Gewerbeaufsicht zur Vermeidung oder Verminderung von späteren Nutzungskonflikten beteiligt.

 

Aufgaben:

  • Überprüfung von Lärmarbeitsplätzen und Einleitung evtl. notwendiger Abhilfemaßnahmen
  • Beratung von Betrieben in Lärmminderungsfragen
  • Überprüfung der Beeinträchtigungen der Nachbarschaft durch Lärm, Körperschall und Erschütterung von gewerblichen Anlagen
  • Abgabe fachtechnischer Stellungnahmen im Rahmen von bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren
  • fachtechnische Stellungnahmen zu Flächennutzungs- und Bebauungsplänen hinsichtlch möglicher späterer Nutzungskonflikte

 

 

Luft

Die nachhaltige Sicherstellung sauberer Luft und guter Luftqualität ist Ziel der Luftreinhaltung.


Hier konnten seit den 80er Jahren durch die Einführung neuer Technologien erhebliche Verringerungen der Emissionen in Industrie, Verkehr sowie Land- und Forstwirtschaft erreicht werden.


Auch in Zukunft müssen Belastungen unserer Luft weiter reduziert werden. So schreibt das Bundesimmissionsschutzgesetz vor, dass zum Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Luftverunreinigungen, die Neuerrichtung und Änderung industrieller Anlagen einer Genehmigung bedürfen (mit entsprechenden Begrenzungen von u.a. Luftschadstoffen).


Während des Betriebes dieser Anlagen müssen Immissions- und Emissionswerte für Luftschadstoffe, dazu gehören auch Gerüche, überwacht werden.

 

Aufgaben:

  • Information über emissionsarme Verfahren nach dem Stand der Technik
  • Auswertung von Emissionsmessberichten
  • Veranlassung der Durchführung von Schadstoffmessungen
  • Veranlassung der Durchführung von Immissionsmessungen
  • Entgegennahme von Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern und deren Überprüfung
  • Veranlassung ggfs. erforderlicher Maßnahmen zur Sicherstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte
  • Verhängung von Bußgeldern bei entsprechenden Gesetzesverstößen

 

 

Anlagensicherheit

Unfälle, wie diejenigen von Seveso, Enschede oder Toulouse haben gezeigt, welche Gefahren von Industrie- und Gewerbebetrieben bei der Herstellung und Verwendung gefährlicher Stoffe ausgehen können.


Zur Verhinderung solcher schweren Unfälle werden hohe Anforderungen an die Sicherheit bestimmter Anlagen gestellt. In der Europäischen Union sind in der Seveso II-Richtlinie aus dem Jahr 1996 Mindeststandards für Errichtung und Betrieb sowie das Sicherheitsmanagement solcher Anlagen festgelegt. Diese Anforderungen wurden im Jahr 2000 durch die Störfall-Verordnung (StörfallVO) in deutsches Recht übernommen und durch die Änderung der StörfallVO im Jahr 2005 nochmals verschärft.


So müssen für Betriebsbereiche, in denen bestimmte gefährliche Stoffe in größeren Mengen vorhanden sind, Vorkehrungen getroffen werden, die geeignet sind einen Störfall zu verhindern. Weiterhin sind Maßnahmen zu ergreifen, die Auswirkungen möglicher Störfälle möglichst gering zu halten.

 

Aufgaben:

  • Beratung hinsichtlich der Betreiberpflichten nach Störfallverordnung
  • prüft die Anzeigen
  • Durchführung plan- und regelmäßiger Störfallinspektionen
  • Prüfung von Sicherheitsberichten und des Sicherheitsmanagements
  • Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz