Niedrigwasserbewirtschaftung im Rehbach-Speyerbach-Schwemmfächer
Die vergangenen Jahre waren im Gewässersystem des Rehbach-Speyerbach-Schwemmfächer zunehmend von Niedrigwasser- und Mittelwasserabflüssen sowie langen Trockenphasen geprägt. Diese Entwicklung wirkt sich deutlich auf die Gewässer, die Feuchtlebensräume und die Wassernutzung im Gebiet aus. Zusätzlich ist in Zukunft vermehrt von Niedrigwasserereignissen auszugehen. Um diesen Herausforderungen strukturiert zu begegnen, hat das Land Rheinland-Pfalz ein Niedrigwasserbewirtschaftungskonzept erarbeitet.
Der Erläuterungsbericht beschreibt die Grundlagen, die aktuelle Problemlage sowie mögliche Maßnahmen zur Sicherung und besseren Verteilung des verfügbaren Wasserdargebots in abflussarmen Zeiten. Dazu gehören unter anderem die Optimierung bestehender Bauwerke, die Reaktivierung von Wasserzuführanlagen, die Zwischenspeicherung des Wassers sowie die Entwicklung einer bedarfsgerechten Verteilstrategie. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche organisatorischen Voraussetzungen und Monitoringstrukturen nötig sind, um ein nachhaltiges und „lebendiges“ Bewirtschaftungskonzept zu etablieren.
In den nächsten Jahren wird unter der Federführung des Gewässerzweckverbands Rehbach-Speyerbach in Abstimmung mit den weiteren Beteiligten (Kommunen, Forstverwaltung, Umweltbehörden, Umweltverbände etc…) ein Bewirtschaftungskonzept entwickelt.
Das als Download verfügbare Niedrigwasserbewirtschaftungskonzept bietet einen umfassenden Überblick über die Ergebnisse der Untersuchungen der aktuellen Situation und die Perspektiven für die künftige Niedrigwasserbewirtschaftung im Rehbach-Speyerbach-Schwemmfächer.
Auftaktveranstaltung zum Niedrigwasserkonzept Rehbach-Speyerbach-Schwemmfächer
Am 26. Oktober 2026 fand bei der SGD Süd in Neustadt die Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung des Niedrigwasserkonzepts für den Rehbach-Speyerbach-Schwemmfächer statt. Hintergrund sind die in den vergangenen Jahren zunehmend auftretenden Niedrigwassersituationen bis hin zum zeitweisen Trockenfallen einzelner Gewässerabschnitte.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Ergebnisse der bereits abgeschlossenen Grundlagenermittlung, bisher umgesetzte bzw. angestoßene Maßnahmen sowie das geplante weitere Vorgehen vorgestellt. In der anschließenden Diskussion wurden insbesondere die Wasserverteilung bei Niedrigwasser, Möglichkeiten zur Rückhaltung und Nutzung von Wasser in dargebotsreichen Zeiten, die Wasserqualität sowie die Einbeziehung weiterer, mit Rehbach und Speyerbach verbundener Gewässer thematisiert. Darüber hinaus wurden Hinweise zu bestehenden Problembereichen und möglichen weiteren Maßnahmen aus dem Kreis der Teilnehmenden aufgenommen.
Ein wesentlicher Bestandteil der weiteren Bearbeitung ist die enge Einbindung der maßgeblichen Akteure. Hierzu sollen auf Kreisebene für die Stadt Neustadt an der Weinstraße, den Landkreis Bad Dürkheim und den Rhein-Pfalz-Kreis Arbeitskreise eingerichtet werden. Diese sollen insbesondere mit Vertretern der zuständigen Umwelt- und Wasserbehörden, der Gemeinden, des Forstes, der Umweltverbände sowie der Biotopbetreuung besetzt werden. Ergänzend ist eine übergeordnete Lenkungsgruppe vorgesehen. Ziel ist es, die Arbeitskreise zeitnah einzurichten und mit der weiteren fachlichen Bearbeitung zu beginnen.
Weiteres Infomaterial:

