Waldbewässerung und Anhebung der Bodenfeuchte am Beispiel Offenbach an der Queich

Über die vergangenen Jahrzehnte ist der Grundwasserspiegel sowohl überregional als auch im Gemeindewald der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich deutlich abgesunken. Die fortschreitende Klimaerwärmung sowie zunehmend häufige Trockenperioden haben in großen Teilen der Waldbestände erhebliche Trockenschäden verursacht.

Vor diesem Hintergrund plant die Verbandsgemeinde, in Phasen ausreichender Wasserführung Wasser aus der Queich über ein bestehendes Grabensystem in den Gemeindewald abzuleiten. Dort soll das Wasser gezielt in Senken zurückgehalten werden, um zu versickern und so die Bodenfeuchte nachhaltig zu erhöhen. Der Abfluss erfolgt anschließend kontrolliert über die Queich und den Fuchsbach.

Mit dem Ziel, eine beispielhafte Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel zu entwickeln, die das Prinzip einer sogenannten „Schwammlandschaft“ umsetzt, hat die SGD Süd eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Eine solche Schwammlandschaft kann dazu beitragen, die Vitalität der Waldbestände zu sichern und deren positive klimatische Wirkung zu stärken, indem die Bodenfeuchte erhöht wird. Darüber hinaus kann die gezielte Waldbewässerung bei ausreichender Wasserverfügbarkeit zur Stabilisierung des Grundwasserhaushalts beitragen.

Die Ergebnisse der vorliegenden Machbarkeitsstudie sollen im Jahr 2026 im Rahmen eines Probebetriebs praktisch erprobt werden.

Kontakt

Stefan Poß
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